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COVID-19 - Stadt Grenchen und die Gemeinden Bettlach und Selzach fordern vom Kanton Solothurn ein Impfzentrum in Grenchen

13. Januar 2021
Der Stadtpräsident von Grenchen und die Gemeindepräsidentinnen von Bettlach und Selzach haben heute dem Solothurner Gesamtregierungsrat und der Staatskanzlei einen Brief zugestellt. Sie fordern vom Kanton ein Impfzentrum in Grenchen.

Hintergrund

Mit E-Mail vom 22. Dezember 2020 (Stadtpräsident) und vom 11. Januar 2021 (Gemeindepräsidentin Bettlach) haben wir um Auskunft gebeten, warum für die Bevölkerung der Stadt und Region Grenchen kein Impfzentrum vorgesehen ist. Leider haben wir bis heute keine schlüssige Antwort erhalten. Einmal mehr wird unsere Region marginalisiert und nicht ernst genommen. Wir sehen uns deshalb veranlasst, hiermit den Aufbau eines zusätzlichen Impfzentrums in Grenchen zu fordern! Die Gründe liegen auf der Hand. 

  1. Die Erreichbarkeit des Impfzentrums Solothurn ist mit öV suboptimal und für nicht mobile Personen eine Zumutung – zumal bei winterlichen Verhältnissen!
     
  2. Es ist weder sinnvoll noch glaubwürdig, einerseits dazu aufzurufen, zu Hause zu bleiben und Kontakte zu meiden, andererseits ganzen Bevölkerungsteilen eine längere Wegstrecke mit öV zuzumuten. Mit gutem Grund haben andere Länder eine Ausgangssperre verhängt oder Rayons definiert. Zudem ist allenthalben bekannt, dass das Ansteckungspotential gerade im öV beträchtlich ist (und deshalb zurecht von Risikogruppen gemieden wird).
     
  3. Der Pilot mit der Gruppenpraxis Dr. Tièche hat aufgezeigt, dass das dezentrale Impfen in Arztpraxen für eigene Patienten als subsidiäre Massnahme durchaus Sinn macht. Es hat sich aber auch erwiesen, dass sich damit ein Durchimpfen der Bevölkerung nicht bewerkstelligen lässt. Es führt kein Weg an zusätzlichen Impfzentren vorbei.
     
  4. Die Regionale Bevölkerungs- und Zivilschutzorganisation Grenchen Bettlach Selzach hat in Zusammenarbeit mit der Pilotpraxis Dr. Tièche ein Konzept für ein Impfzentrum in Grenchen erarbeitet. Dieses könnte innert kurzer Zeit in Betrieb gehen; die nötige Infrastruktur steht zur Verfügung und die nötigen Personalressourcen können mobilisiert werden. Ein positiver Nebeneffekt: Das Impfzentrum Solothurn wird entlastet.